3. SZENE

(Einige Wochen später.Naren singt:)

Ore mor kheya ore mor neye
ore ananda bani
niye jao mor trishita kshudhita
supta chitta khani

(O mein Boot, oh mein Fährmann,
o Botschaft transzendentaler Glückseligkeit,
trage mich.
Mein Herz ist durstig und hungrig,
und es liegt zugleich in tiefem Schlaf.
Trage mein Herz zum anderen Ufer.)

VIVEKANANDA: Bis jetzt habe ich noch immer keine Antwort von meiner göttlichen Mutter erhalten. Doch erst letzte Nacht hatte ich einen höchst bedeutungsvollen Traum, in dem ich Sri Ramakrishna über Wellen und Wasser gegen Westen ziehen sah. Dies betrachte ich als seine Zustimmung zu meinem Plan.

(Ein Bote tritt ein. Er übergibt Vivekananda einen Brief.)

VIVEKANANDA: Vielen Dank.

(Der Bote geht wieder.)

VIVEKANANDA: Ah! Von meiner göttlichen Mutter! (Er liest den Brief.) Der Brief enthält die Zustimmung meiner spirituellen Mutter. Sie hat aus vollem Herzen zugestimmt. Nun ist es mir möglich, meine Reise nach Amerika mit doppeltem Vertrauen anzutreten. Eine spirituelle Kraft von der Stärke Sri Ramakrishnas wird ihre Dynamik für immer beibehalten. Sie wird sich weit über die engen Grenzen einer kleinen Provinz, eines Landes, eines Kontinents hinaus ausdehnen. Der Ruf der spirituellen Lehre meines Meisters wird sich über alle Breitengrade hinweg verbreiten, er wird das Herz der Welt berühren und ihre schlummernde Seele erwecken.

Sri Chinmoy, Trinkt, trinkt den Nektar meiner Mutter, The Golden Shore Verlagsges.mbH, Nürnberg, 2018
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Dieses Gedicht kann zitiert werden unter Verwendung des Zitierschlüssels dm 20