Frage: Wenn sich ein spiritueller Meister mit seinen Schülern beschäftigt, sollte er sich dann am besten im Sahaja Samadhi befinden?

Sri Chinmoy: Im Sahaja Samadhi befindet man sich im absolut höchsten Bewusstsein und tritt zugleich wie ein gewöhnlicher Mensch in irdische Aktivitäten ein. In meinem Fall begann das Sahaja Samadhi – Bewusstsein, als ich achtzehn oder neunzehn Jahre alt war, doch ab dem Alter von dreiundzwanzig Jahren wurde es permanent. Wenn ich mich mit den einzelnen Personen beschäftige, so muss ich dieses Bewusstsein oftmals verstecken, sonst würden mich meine Schüler oder andere Personen nicht ernst nehmen. Für sie ist es schwierig zu verstehen, dass jemand vollständig und untrennbar mit unserem geliebten höchsten Herrn vereint sein kann und gleichzeitig auf der irdischen Ebene normal funktioniert. Sie haben mehr Glauben an mich und nehmen mich ernster, wenn sie mich in einem tiefen und meditativen Bewusstsein sehen. Dieses Bewusstsein kann meinem Ziel besser dienen.

Doch für mich ist diese Art von meditativem Bewusstsein nicht die höchste Stufe des Samadhi. Der Grund dafür ist, dass ich manchmal, wenn ich mich in der absolut höchsten Meditation befinde, den erdgebundenen Aspekt nicht mehr wahrnehme. Doch im Sahaja Samadhi kann man im höchsten Bewusstsein verweilen und gleichzeitig zum Erdbewusstsein herabsteigen und dort manifestieren.

Sri Chinmoy, Sri Chinmoy antwortet, Teil 6, The Golden Shore Verlagsges.mbH, Nürnberg, 2004
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