Interviewer: Und indem Sie die Vögel der Öffentlichkeit zugänglich machen, versuchen Sie, die Menschen mit dieser Botschaft zu inspirieren?

Sri Chinmoy: Das ist richtig. Nehmen wir einmal an, Sie gehen zum Markt und kaufen eine Mango. Nun fühlen Sie, dass Sie größere Freude verspüren würden, wenn Sie die Frucht nicht alleine essen, sondern sie mit ihrer Familie teilen würden. Auf ähnliche Weise erhielt ich eine Inspiration meines inneren Führers. Ich fühle, dass Er derjenige ist, der diese Vögel in mir und durch mich zeichnete. Ich bin nur sein Instrument. Und da er mir die Inspiration zum Zeichnen gegeben hat, betrachte ich es als meine Pflicht, diese Inspiration mit anderen zu teilen, denn für mich ist die ganze Welt eine Familie.

Wir versuchen, in jedem Menschen das Göttliche zu sehen. Wenn ich etwas Schönes und Göttliches in Ihnen sehe, dann werde ich dazu inspiriert sein und danach streben, Ihnen zu dienen. Und wenn Sie etwas Schönes und Göttliches in mir wahrnehmen, werden Sie dazu inspiriert sein und danach streben, mir zu dienen. Auf diese Weise erhalten wir Inspiration, gute Bürger dieser Welt zu werden und uns gegenseitig zu dienen. Sonst existieren wir nur für uns selbst. Für uns als Einzelperson ist es ganz gleich, wie viele Dinge wir erhalten und wie viele Wünsche wir uns erfüllen. Wir werden niemals dauerhaft glücklich sein, solange andere Menschen nicht auch glücklich sind. Mit unserem eigenen Glück können wir niemals zufrieden sein, denn das wahrhaftige Glück muss allumfassend sein. Wenn es sonst niemand hat, so ist es mir auch nicht beschieden. Selbst wenn Gott all meine Wünsche erfüllt, kann ich noch immer nicht glücklich sein. Denn wenn ich umherschaue, erkenne ich, dass jemand anderes unglücklich ist. Und wie kann ich glücklich sein, wenn ich sehe, dass es meine Brüder und Schwestern nicht sind?

Diese Vögel erinnern mich an ein Glück, das alles durchdringt. Ich schaue hierhin und sehe Vögel und ich schaue dorthin und sehe auch Vögel. Ganz gleich, wohin ich meinen Blick wende, erblicke ich Vögel, und das lässt mich kindlich glücklich werden. Stellen Sie sich ein Kind in einem wunderschönen Garten vor. Dieses Kind bleibt nicht an ein- und derselben Stelle stehen. Es betrachtet eine Blume und bewundert ihre Schönheit und ihren Duft. Dann läuft es zur nächsten Blume. Indem das Kind von einer Blume zur nächsten läuft und die Schönheit, den Duft, das Licht und die Wonne in so vielen Blumen betrachtet, erhält es die größte Freude. In welchen Teil des Gartens das Kind auch geht, es ist glücklich, glücklich, glücklich. Wenn das Kind jedoch stets an einer Stelle bleiben müsste, wäre es nicht so glücklich.

Auf die gleiche Weise wandern wir Menschen in Gottes Lebensgarten von Ort zu Ort und bewundern die verschiedenen Blumen. Eine Blume wird Amerika genannt, eine andere Indien oder Frankreich. Doch das sind nur Formen und Namen. Jenseits von Form und Name liegt die Wirklichkeit, die völliges Einssein ist. Wir alle gehören einer Familie an, und wir erhalten enorme Freude, wenn wir die Liebe und Wonne unseres Herzens mit den anderen Familienangehörigen teilen. Und genau das versuche ich, mit meinen Zeichnungen zu vollbringen.

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